Die Zeit fährt Auto – Ein Erich Kästner-Abend mit Max Dollinger und Philipp Riedel

Gedichte von Erich Kästner – rezitiert und vertont

v.l.n.r. Philipp Riedel, Max Dollinger, Foto: Matthias Ley

Philipp Riedel, Max Dollinger | (c) Matthias Ley

Der Autor Erich Kästner: Geboren 1899 in Dresden. Gestorben 1974 in München. Schriftsteller, Publizist, Werbetexter, Lyriker, Beobachter seiner Zeit – und deren Umständen. Studium in Leipzig, in den 20er Jahren geht er nach Berlin. Vom Werbetexter zum Autor weltweit erfolgreicher Kinderbücher – Emil und die Detektive, Das fliegende Klassenzimmer, Das doppelte Lottchen. Darüber hinaus Essays, Drehbücher und viele Gedichte. In den 30er Jahren Zeuge des sich verfestigenden Nationalsozialismus. Augenzeuge bei der Bücherverbrennung – seiner eigenen Werke. Drehbuch für „Münchhausen“ – unter Pseudonym geschrieben.

In seinem geheimen Kriegstagebuch fasst er die Geschehnisse seiner Zeit zusammen. Nach dem Krieg: Aufatmen, Neustart in München, Kabarett, Herausgeber – und Drehbuchautor vieler seiner eigenen Werke.

2024 ist der 125. Geburtstag von Erich Kästner. Gleichzeitig fällt in dieses Jahr sein 50. Todestag.

Dieser Chanson-Abend zeigt die große Varianz der Gedichte von Erich Kästner, die zeitlos sind und sachlich treffsicher – und stets messerscharf beobachten. Philipp Riedel hat eine Reihe von Erich-Kästner-Gedichten vertont, die zu großen Teilen schon knapp 100 Jahre alt sind und doch so wirken, als wären sie erst gestern geschrieben geworden, etwa wie „Die Zeit fährt Auto“. Die Zuschauer erwartet ein kurzweiliger Erich-Kästner-Abend der Extraklasse – mit vielen Gedichten und Chansons mit unterschiedlichen Blickwinkeln, zum Beispiel im „Plädoyer einer Frau“ oder im „Hotelsolo für eine Männerstimme“. Rezitiert und gesungen wird dies von dem aufstrebenden jungen Sängerdarsteller Max Dollinger. Die Vertonungen von Philipp Riedel bieten dabei eine zusätzliche Interpretationsebene der Texte, verstärken oder kontrastieren und eröffnen damit eine zeitgemäße Klangwelt von Balladen über Pop bis Swing.

Alle Texte: Erich Kästner
Gesang, Rezitation: Max Dollinger
Klavier, Komposition: Philipp Riedel
Dauer: 90 Minuten plus Pause

Konditionen auf Anfrage.


Max Dollinger

Max Dollinger sammelte schon intensiv im Kindesalter und parallel zu seinem Gesangsstudium Bühnenerfahrung in rund 50 Produktionen vom Stadttheater bis zur großen Opernbühne. Seit 2021 ist er am Saarländischen Staatstheater engagiert, wo er in Oper, Operette und Musical zu erleben ist. Der Bariton mit klassischem Schwerpunkt ist für sein warmes Stimmtimbre, seine ansteckende Spielfreude und eine stilistische Vielseitigkeit bekannt. So reicht die Spanne der verschiedensten Auftrittsorte vom Gewandhaus Leipzig bis hin zum Friedrichstadt-Palast Berlin. Als preisgekrönter Chansonnier gestaltet er eigene musikalisch-literarische Programme wie „Der verspielte Mann“, „Lachen ohne Weinen“ und „Bitte warten“.

„Der baritonale Sympathieträger Max Dollinger mit der Samtstimme“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2023)

„Max Dollinger gelingt es auf beeindruckende Weise, seinen drei Charakteren in seinem Gesang einen eigenen und jeweils perfekt passenden Stil zu verleihen. [Er] weckt sie so überzeugend zum Leben, als wäre er in erster Linie Schauspieler.“
(Saarländischer Rundfunk, 18.02.2023)

„Jung, dynamisch, musikalisch. Es ist die Leidenschaft zum Musiktheater, die Max Dollinger nicht nur selbst verspürt, sondern auch versprüht. Er ist mit Herz und Kopf bei der Sache.“
(Saarländischer Rundfunk, 19.01.2023)

„Der wohltönende wie charmestrotzende Max Dollinger“
(Saarbrücker Zeitung, 11.10.2021)

„Max Dollinger vertritt mit herausragender Stimmarbeit einen seriösen Chanson“
(Tagesspiegel, 28.11.2019)

„Ob Jazz, Operette, Musical oder Pop, immer trifft Max Dollinger genau den richtigen Ton und setzt einen wunderschön timbrierten Bariton in eigenen Interpretationen der Gesangsnummern ein.“
(Frankenpost, 10.04.2018)

Philipp Riedel

Philipp Riedel ist spezialisiert auf die Vertonung von Lyrik von Shakespeare bis hin zu zeitgenössischen Dichtern. Im Vordergrund steht hier sein Schaffen im Bereich Chanson und Musical. Neben „Kästner“ beschäftigen sich die Programme mit Dichtern von Shakespeare bis hin zu zeitgenössischen Autoren wie dem Berliner Dichter Jan Weinert. Daneben ist er immer wieder als Musikalischer Leiter der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel aktiv.

Edelchansons am Sommerabend
(Frankenpost, 03.08.22)

Einlassen auf die Seele der Gedichte. (…) fast konnte man sich fragen, wie Kästner ohne diese Musik auskam.
(Mainpost, 13.10.05)